GT Masters Racing Weekend
ADAC Tourenwagen Junior Cup – im Rahmenprogramm der GT Masters.
Achterbahn der Gefühle für Georg Motorsport am Salzburgring

Georg Motorsport erlebte beim ADAC Tourenwagen Junior Cup am Salzburgring ein Wochenende zwischen Jubel, Enttäuschung, starken Ergebnissen und chaotischen Rennsituationen.
Beim fünften Rennwochenende des ADAC Tourenwagen Junior Cup auf dem Salzburgring erlebte Georg Motorsport ein Wochenende, das sportlich stark begann, emotional aber kaum turbulenter hätte verlaufen können. Mit vier VW up! GTI Cup war das Team aus Thüringen auf dem Highspeedkurs im Nesselgraben vertreten und sammelte trotz chaotischer Rennverläufe wichtige Punkte.
Vier Fahrzeuge auf dem Highspeedkurs
Für Georg Motorsport gingen Finn Niklas Wollnik, Robin Böhm, Ben Henschel und Noah Beckmann an den Start. Alle vier Piloten steuerten die wendigen Markenpokal-Fahrzeuge vom Typ VW up! GTI Cup und stellten sich auf dem schnellen Salzburgring einem anspruchsvollen Rennwochenende.
Samstag zwischen Podiumsjubel und bitterer Korrektur
Besonders der Samstag entwickelte sich zu einem Wechselbad der Gefühle. Nach einer engen Windschattenschlacht überquerte Finn Niklas Wollnik die Ziellinie zunächst auf Rang drei, Ben Henschel folgte auf Platz fünf. Aufgrund von Strafen gegen die zunächst vorne liegenden Fahrer wurden Wollnik und Henschel zunächst sogar auf den Plätzen eins und drei geehrt. Die Freude über den vermeintlichen ersten Sieg Wollniks war im Team riesig.
Am Abend folgte jedoch die Ernüchterung: Die Rennleitung korrigierte die Entscheidung erneut und belegte das gesamte Feld wegen eines fehlerhaften Verhaltens beim Start mit Strafen. Dadurch wurde das ursprüngliche Ergebnis wiederhergestellt. Für Georg Motorsport war das ein herber emotionaler Rückschlag. Dennoch erreichten mit Robin Böhm auf Platz acht und Noah Beckmann auf Platz zehn alle Fahrzeuge des Teams die Punkteränge.
Tibor Georg: Entscheidungen müssen aufgearbeitet werden
Teamchef Tibor Georg zeigte sich nach den Ereignissen enttäuscht über die Abläufe. Aus Sicht des Teams müssen die Entscheidungen der Rennleitung aufgearbeitet werden, insbesondere weil solche Situationen für junge Fahrer mental sehr belastend sein können. Gerade in einer Nachwuchsserie können widersprüchliche Entscheidungen einen spürbaren Einfluss auf die Entwicklung der Fahrer haben.
Chaotischer Sonntag mit drei Roten Flaggen
Auch der Sonntag verlief alles andere als ruhig. Drei Rote Flaggen prägten das Rennen. Eine davon wurde durch einen Überschlag von Finn Niklas Wollnik in der ersten Schikane ausgelöst. Wichtigste Nachricht: Wollnik blieb unverletzt.
Sportlich kamen Ben Henschel und Noah Beckmann auf den Plätzen fünf und neun ins Ziel. Robin Böhm verpasste als Zwölfter die Punkteränge nur knapp.
Starker Speed, aber überschattet von Zwischenfällen
Trotz der schwierigen Begleitumstände zeigte sich Georg Motorsport mit der Geschwindigkeit der Fahrzeuge grundsätzlich zufrieden. Die Resultate und die Pace des Teams waren konkurrenzfähig, wurden jedoch von den chaotischen Rennsituationen und den Entscheidungen rund um das erste Rennen überschattet.
„Vom Speed unserer Fahrzeuge sind wir grundsätzlich zufrieden und konnten am Wochenende starke Ergebnisse einfahren. Gleichzeitig standen die sportlichen Leistungen leider im Schatten der turbulenten Entscheidungen und Zwischenfälle“, so Tibor Georg.
Blick nach vorn: Finale auf dem Nürburgring
Das Saisonfinale des ADAC Tourenwagen Junior Cup findet vom 16. bis 18. Oktober auf dem Nürburgring statt. Georg Motorsport möchte sich dort mit starken Ergebnissen aus der Saison verabschieden. Bereits am letzten September-Wochenende setzt das Team außerdem den Titelkampf im Polo Cup auf dem Lausitzring fort.








Streckenlayout — Salzburgring
Streckengrafik: Wikimedia Commons, File:Track map for Salzburgring in Austria.svg, Autor: Will Pittenger, CC BY-SA 3.0